© STUDIO FIRMA / Stocksy.com

Reisen mit Handicap: Hilfreiche Webseiten

Barrierefreie Unterkünfte, Behinderten-Parkplätze, geeignete Freizeitaktivitäten und eine gut geplante Anreise: Reisen mit einem Handicap erfordert einiges an Vorbereitung und Organisation, damit alles möglichst stressfrei verläuft und man die Zeit in vollen Zügen genießen kann.

Mit Behinderungen eigenständig auf Tour: Informiere Dich online

Hilfreich sind deshalb die Webseiten von Reiseveranstaltern, die sich auf die besonderen Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen spezialisiert haben, oder andere Internetseiten mit nützlichen Hinweisen und Tipps zum Thema „Reisen mit Handicap“. Im Folgenden findest Du eine Auswahl solcher Online-Angebote.

Von den Profis profitieren: Reiseanbieter

© Simon / Stocksy.com

Reisen bringt häufig ein Gefühl von Unbeschwertheit und Freiheit mit sich, das man im Trott des Alltags nicht mehr verspürt. Auch für Menschen mit einer Behinderung ist eine Reise oftmals Balsam für die Seele.

Es gibt unterschiedliche Reiseveranstalter, die Urlaube speziell für Menschen mit einem Handicap organisieren. Die Beratungsleistung reicht von Pflegehotels und betreutem Reisen über Auskünfte zu Unterkünften, Reisezielen, Schiffsreisen oder Pauschalreisen. Oftmals wird das Reiseangebot auch gezielt auf die Bedürfnisse angepasst. 

Die Gemeinnützige Gesellschaft des Bundesverbandes Selbsthilfe Körperbehinderter e. V. (BSK Reisen) ist spezialisiert auf Reisen für Menschen mit Handicap und Mobilitätseinschränkungen. Aber auch Senioren und Menschen ohne Behinderung können dort ihre Reise buchen. Angeboten werden Gruppenreisen, Kreuzfahrten mit rollstuhlgerechten Ausflügen sowie barrierefreie Individualreisen.

Barrierefreie Unterkünfte finden

Neben den Reiseanbietern, die sich auf Menschen mit Beeinträchtigungen spezialisiert haben, gibt es natürlich auch die allseits bekannten Online-Plattformen, bei denen Du eine Unterkunft buchen kannst. Bei eigentlich allen Anbietern kann man den Filter „Barrierefreiheit“ anklicken. Bei manchen Anbietern kannst Du sogar noch weitere Kriterien angeben wie „Ausreichend Platz um die Toilette“ oder „Schlafzimmer stufenlos erreichbar“.

Auf Nummer sicher gehst Du aber, wenn Du vor der Buchung Kontakt mit dem Vermieter aufnimmst, Deine Situation schilderst und abklärst, ob wirklich alle gemachten Angaben auf die Unterkunft zutreffen. Dabei kannst Du auch eventuell noch ausstehende Fragen stellen.

Nach dem Urlaub hast Du bei den meisten Portalen dann die Möglichkeit, die Unterkunft und den Vermieter zu bewerten oder eventuell sogar zu melden. Andere Nutzer, die auf der Suche nach einem barrierefreien Domizil sind, können dann von Deiner Bewertung profitieren. Ebenso kannst auch Du von den Bewertungen anderer Menschen mit Beeinträchtigung profitieren.

Barrierefreie Orte finden

Wo können Menschen mit SMA mit ihrem Rollstuhl problemlos hingelangen? Diese Frage beantwortet die Webseite wheelmap.org (auch als App verfügbar). Weltweit kannst Du dort erfahren, welche Orte voll rollstuhlgerecht (grün), teilweise rollstuhlgerecht (gelb) und nicht rollstuhlgerecht (rot) sind. Mithilfe dieses simplen Ampelsystems kann sich jeder beteiligen und seine Erfahrungen teilen. Markiert werden können Hotels, Cafés, Bars, Restaurants, Geschäfte, Parkhäuser, Sehenswürdigkeiten, Kirchen, öffentliche Verkehrsmittel usw.

Weitere Informationen zu barrierefreien Orten liefern auch die Tourismuszentren in der jeweiligen Stadt. Am besten gehst Du vor Reiseantritt auf die Webseite Deines Reiseziels und informierst Dich, wo Du ein eventuelles Tourismuszentrum findest oder welche Unternehmungen barrierefrei angeboten werden.

Barrierefrei, barrierearm und rollstuhlgerecht – wo ist der Unterschied?

Diese Begriffe werden häufig verwendet – doch was ist die genaue Bedeutung der drei Begriffe? Wir erklären sie Dir hier.

Barrierefrei: Als barrierefrei gilt ein Ort, wenn Menschen mit einer Beeinträchtigung den Ort in üblicher Weise (durch den Vordereingang) ohne besondere Erschwernis (z. B. ohne vorherige Anmeldung) und ohne fremde Hilfe auffinden und nutzen können. Um dies zu erreichen, können sie behinderungsbedingte notwendige Hilfsmittel benutzen.

Barrierearm: Hierfür gibt es keine genaue Definition. Man kann auch barrierereduziert sagen. Diese beiden Wörter beschreiben Maßnahmen, die dabei helfen, Barrieren abzubauen.

Rollstuhlgerecht: Dieses Wort besagt nicht nur, dass ein Ort mit einem Rollstuhl befahren werden kann, sondern dass auch genügend Platz vorhanden ist, damit die Person im Rollstuhl sich ohne Probleme dort bewegen kann (Beispiel: genügend Raum um eine Toilette).

Hast Du noch andere Tipps?

Kennst Du noch weitere Webseiten, auf denen man sich vor Reiseantritt informieren kann, oder hast Du bereits Erfahrungen mit anderen Reiseanbietern gemacht?

Dann schreib‘ uns!

Diese Liste ist noch nicht vollständig: Wir ergänzen diesen Artikel fortlaufend um weitere Informationen und freuen uns auf Deine Tipps und Einsendungen.

Ich habe eine Idee!